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„Kurz nach meinem 29. Geburtstag wurde mir bewusst, dass es langsam auf die 30 zugeht und schaute zurück. Ich denke ich hatte meine Zwanziger ganz gut genutzt und auch genossen, was sich auch in meinem Gewicht wiederspiegelte. Damals stand die Waage zwischen 110 und 115 kg. Die Partys, Kinobesuche oder Filmabende auf dem Sofa hatten Ihrer Spuren hinterlassen.
Mit fast 30 denkt man dann auch mal über Kinder nach und fängt an Eltern zu beobachten. Was die Erkenntnis brachte, Kinder sind echt flink! Wie soll jemand, der beim Treppen steigen in den 3.Stock ein Sauerstoffzelt braucht, mithalten können? Die Vorsätze was zu ändern gab es ja jedes Jahr, aber wie schnell waren Sie auch wieder vergessen? Deswegen wollte ich es diesmal anders machen als bisher.

Den ganzen Mist wie FdH „Friss die Hälfte“ oder „kein Essen nach 18 Uhr“ hielten nicht lange an. Diesmal wollte ich es anders versuchen. Ich hatte genau 2 Probleme, wobei mir zu diesem Zeitpunkt davon nur eins bewusst war. Zum einen das ich mich falsch ernährte. Also war der Ansatz hier brauche ich Hilfe. Nach einer Recherche im Internet, stieß ich auf den Ernährungskurs der Scholzhalle, welche wie praktisch gleich um die Ecke war.

Zwei Monate später war es soweit. Ich hatte ein Termin zum Beratungsgespräch. Der Kurs sollte eine Kombination aus Ernährungsberatung und Sport sein. Was mir sicher bewusst war, aber um ehrlich zu sein, der Sportteil sorgte für ein flaues Gefühl im Magen. Die werden doch gaffen, wie „Der Dicke“ da Sport macht. Da sind doch alles nur trainierte Leute mit Sixpack und Muskeln ohne Ende. Immerhin geh ich da in ein Fitnessstudio. Dazu kam, dass ich keinen Plan hatte, was ich da machen soll. Es kam alles anders.

Es gab keine vorwurfsvolle oder verachtende Blicke. Ein nettes „Hallo“ und keine muskelbepackten Gorillas, sondern Menschen wie ich sie jeden Tag auf der Straße treffe. Im ersten Gespräch wurden mir dann auch meine Ängste genommen. Ich war wohl nicht der Erste mit diesen Selbstzweifeln.

Das der Kurs zum Thema Ernährung nur Grundwissen vermittelt, ist zwar wirklich schade, aber auf Grund der Zeit und des Umfangs nicht anders möglich. Hier hieß es also selbst am Ball bleiben. Jedoch zwei weitere Punkte brachten den Durchbruch!

Punkt eins war, dass ich zusätzlich zum Gruppensport noch zusätzlich Sport machen wollte. Hier wurde ich super „an die Hand genommen.“ Der direkt auf mich zugeschnittene Trainingsplan und das auch meine Leiden berücksichtigt wurden, waren extrem hilfreich.

Der zweite Punkt war ein Vortrag von Thomas. Mit seiner Sicht auf die Dinge öffnete er mir die Augen. Erst hier habe ich verstanden, was ich die ganzen Jahre falsch gemacht habe. Sätze wie: „Man kann nicht erwarten, dass man das Gewicht, welches sich über Jahre auf den Hüften angesammelt hat, sofort wieder verliert“ oder „Wenn man jedes Jahr 1,5 Kg zunimmt und jetzt durch etwas Training sein Gewicht hält, ist das auch ein Erfolg.“ Ich könnte hier weitere Beispiele bringen, aber ich kann es für mich ganz einfach zusammenfassen.

Im Kopf fängt der Erfolg an.

Nach diesem Vortrag war mein Ziel Abnehmen und ich habe es erreicht!

Das Thema Ernährung habe ich für mich auf eine „moderne Art“ gelöst. Ich habe einen Weg gewählt, der Zeit kostet und auch ein gewissen Punkt an Disziplin erfordert. Hier kommt aber auch wieder ein Punkt aus dem Vortrag zum Tragen. Wer keine Zeit für seine Gesundheit hat, hat vielleicht bald überhaupt keine Zeit mehr für irgendwas.

Ich versuchte tatsächlich alles was ich esse abzuwiegen und trug es in eine App. Was dank Barcodescanner nicht mehr so kompliziert ist wie man erst denkt. Im ersten Schritt habe ich nur das dokumentiert, was ich zu mir nehme. Es ist tatsächlich erschreckend, was da an machen Tagen zusammen kam.

Im nächsten Teil habe ich versucht meine Ernährung so umzustellen, wie es für mich persönlich passt und hier ist der Weg für jeden denke ich anders. Für mich war es der richtige Weg mir klar zu werden, dass ein Mensch am Tag ca. 2000 kcal verbraucht. Wer also abnehmen möchte, muss unter 2000 kcal zu sich nehmen. Wer diesen Punkt versteht hat mehrere Möglichkeiten. Ich entschied mich für 1800 kcal am Tag. Was bedeutet, auch wenn ich kein Sport machen würde, würde ich auf lange Sicht an Gewicht verlieren. Einen Vorteil hat es, ich konnte essen was ich wollte. Wichtig war nur bei 1800kcal war Schluss. Durch den Sport erhöhte ich den Kalorienverbrauch auf 2500 kcal, was den Gewichtsverlust beschleunigte.

Inzwischen wiege ich um die 75 Kg und ja es schwankt auch mal etwas nach oben. Aber das ist okay. Man soll ja nicht Sklave dieser Zahl sein. Ich habe für mich gelernt, dass ich nicht jeden Tag leben kann wie ein Kaiser. Ich ernähre mich heute nicht immer richtig oder gesund aber mit Sicherheit bewusster. Gehe regelmäßig zum Spor und treffe mich wieder mehr mit Freunden. Denn auch an der Stelle fängt man an zu sparen, wenn man Aufgrund des Gewichts gemütlicher wird. Ich genieße die neu gewonnene Lebensqualität. Zum Einen bin ich gesundheitlich alle Leiden, wie Rückschmerzen, durch ein gezieltes Training losgeworden. Aber auch der Bluthochdruck ist komplett verschwunden. Ich hatte mir eingeredet, dass die Kilos mehr auf den Hüften mich nicht einschränken würden. Aber Sie machen es! Man weiß es nur nicht besser.“

 
 

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